„Der lange Weg nach Düsseldorf” [10:11]

by ikreidler

Die Bahnreise von Charlottenburg ins Rheinland. Von West nach West. Nachdenklichkeiten. Keine Beschreibung, vielleicht eine Art Gedankenstütze. Der Kopf lehnt sich an, daran an, der Blick ruht aus dem Fenster. Wohin? Leicht zurück. Aber nicht wirklich leicht. Der Synthesizer erzählt vom Altern. Von Weggefährten, die es nicht mehr gibt. Manche auch weil sie woanders sind. Aber doch mehr von denen, die einfach verstarben. All die Dinge, die man versäumt hat. Weil man zu langsam war oder eben auch woanders. Je älter man wird, desto näher rückt die eigene Entropie. Chaos, weiche zurück! Vielleicht ist es auch nur der Herbstanfang. Aber ein Ton birgt mehr Erinnerung als ein Bild. Welle oder Teilchen? Das Wassermolekül biegt sich auseinander, um mehr Sonne aufnehmen zu können. ”Das waren meine guten Seiten/ jetzt kommen meine schlechten Seiten” Lagerfeuer tatsächlich. Kleine Drogen kreisen. Warten auf May Day.

Ich kann gar nicht sagen, wohin. Mit Sieben ist die Welt noch in Ordnung. Kurz vorm Einschlafen, in diesem unscharfen Zustand zwischen Wach und Nacht, schreckt die Hexe hinter dem Kopfende empor. Herzrasen, Feuchte. Plötzlich im Zelt. Regen prasselt sanft, Gewitter in der Ferne. Ist mir doch zuviel. Versuch von Disco. Und der Mercedes verrottet auf dem Acker.

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