Septemberberlin

by ikreidler

Der Zuschauerraum war ein solcher, denn es war ein Theatersaal, und er war bestuhlt, Reihe um Reihe. Der Zuschauerraum war ein schwarzes Loch, in das man von oben herab blickte, was zu einem Anflug von Arroganz führte, man löckte schliesslich nur wider der gnadenlosen Dunkelheit: „Berlin ist”, „mehr Licht, ich will die 50 Zuschauer sehen” folgte auf „Westberlin” – wie bitte, was? Was auch immer.  Die Bühne war ein Aquarium, hinter dem Eisernen Vorhang mahnte ein Schild Vorsicht Fallen, Vorsichtig Fallen, schallgedämpft, wo waren die Bässe,  zwischen den Stücken war ordentlich Applaus zu vernehmen, zunehmend anschwellend, dem nach einem zehnminütigem „Impressions d’Afrique”, dem letzten Stück auf der Setliste, mit Zugabe eins „Kremlin rules” und abschliessend Zugabe zwei „Mosaik” gedankt wurde.

Plötzlich wurde man der Handvoll Tänzer vor der Bühne gewahr. Textbotschaften und Handyvideos stimmten mehr als versöhnlich, die Nachmitternacht in der Bar schlug die Brücke zum basso, wo dann mit Tron, polnischem Vodka, georgischen Multfilmen und Detlef in marathonbeseelter Auflegelaune das Wochenende drei Tage nach hinten verlegt werden musste.

Danke an alle Beteiligten!

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