Hamburgdezember

by ikreidler

Wo Momus doppelt irrte: der Mercedes in 2001 war unser Kreidlerbus, ein VW Transporter –  nur mit Mühe fuhr er schneller als 130 km/h; jetzt reisen wir in einem Opel Van und 200 km/h schafft der locker – wenn schon Gunning! Etwas nervig bei der Größe ist der geringe Stauraum. Domenicas alter Strich Acht, in dem sie uns vorvorvorgestern nach der Kölnshow zum Übernachten nach Düsseldorf fuhr, war überraschend überlegen. Optisch sowieso. Und man muss nicht gegen- oder nachblinken um den Blinker auszuschalten, und der Scheibenwischer ist auch funktional, beispielsweise. Zuviel Elektronikschnickschnack allenthalben. Ödeste Karosserien. So ging Bochum bergab. Das letzte Mal Souveränität bewies Opel mit dem GT und dessen Straßenversion Manta.

Ein verlockender Anruf auf der Autobahn Dresden – Hamburg: warum nicht auf einen Kaffee ins Literatur-Café? Wir liegen gut in der Zeit, sagt Thomas. So fahren wir Kurfürstendamm ab, steigen auf der Fasanenstraße aus dem Auto und treffen direkt auf Freunde aus der Schweiz und Georgien. Hallo Europa! Nach einer süssen Dreiviertelstunde brechen wir wieder auf Richtung Norden.

Hamburg – das dreizehnte Mal überhaupt, das zweite Mal im Hafenklang und das dritte Mal in diesem kurzen Jahr. The Beatles hätten lange nicht mehr hier gespielt, antwortet das Publikum. Das haben sogar wir gerüchteweise vernommen. „Konzert des Jahres” sagt uns ein Mädchen nach dem Konzert. Das freut uns sehr. Auf der Straße verabschiedet uns ein Junge, „das war so toll” und „Techno forever!” Auch Captain Levin ist begeistert. Seltsam, ausser ihm kannten wir kaum jemanden im Publikum. Wir sind so gut eingespielt wie nie zuvor. Wir geben unsere besten Konzerte. Die Zuschauer sind tatsächlich gerührt und euphorisiert. Wo waren unsere Freunde? Sonntagsmuffel? Sonntagspudel? Limettentour?

Detlef legte mit seinen 7 Platten und drei Cds vor und nach unserem Konzert wunderbar auf. Und Pudel, das wollten er und Alex danach noch genauer wissen.

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