Barry (zum Dritten)

by ikreidler

Für Barry McGregor Johnstons Performance verließen wir die Volksbühne. Versprochen ist versprochen. Sixfeetunder vorbei ins tiefste Wedding. Verpassten so eine Castorf Brecht Inszenierung und Momus Hitchhikers guide through Communism.

Ein seltsamer Schlauchraum mit Baum, an den Wänden ein paar drapierte Arbeiten; derweil die Jugend wartet und sich alkoholisiert. Barry lässt bitten. Zwei Stunden später beginnt er. Kraftvoll wie gehabt, und holt dann aus mit einer Heidegger Rede von Schallplatte, verbindet sich die Augen, manisch, taumelnd, greift zum Messer, dann das Publikum miteinbeziehend, Nichtwegtauchenkönnen. Er spielt den Kontrollverlust. Der Raum vibriert, Flaschen kippen, Gläser fallen. Jetzt auch noch HipHop. Barry beweist Standfestigkeit. Und verliert darüber die Übersicht. Ich hätte noch einen. Und vergisst heute Abend, einen Punkt zu machen. Und zieht weiter um die Blöcke. Und verliert an Kraft. Nicht jeder Schuss ein Treffer. Ich schleiche mich heimlich davon.

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