Danny (Icons of the Inverts)

by ikreidler

Danny ist im Magischen Zirkel gefangen. Hans Albers gastierte ein/zwei Jahre seines Lebens hier, in dieser Schlauchwohnung. Nein, sie hatte ihn sicher nicht an ein Schiff erinnert, da er diese eh nur als potemkinsche Kulisse kannte – geräumig genug für »Kamera Licht Klappe!«. Isabella Bortolozzi in Uniform, Danny als seine Großmutter, ein bisschen zum Fürchten mit verstellter Stimme, aber nein, Kindererschrecken ist das blödeste, was es gibt. Vielleicht Kabuki-Theater, frage ich. Ah, freut sich Danny, und erzählt von Ankoku Buto, dem Tanz der Finsternis. Und von dessen Meister, Ono Kazuo, der meist in der Figur seiner Mutter auftrat. Wir sprechen über Science Fiction – das ist, was seine Arbeit ist über. Und einigen uns natürlich auf Star Trek nicht das Böse gegen das Böse Universum Krieg der Sterne. Danny trägt einen Phaser mit sich, in den Roth Stuben; seine grenzwertigen Skulpturen hatte er dennoch aus George Lukas Action Figuren und Laserschwertern gebastelt; dann aber: Plastikflaschen auf Rollbrett, monströse Zigaretten, über die der Besucher unbedarft stolpert, stampft, zermalmt, Plüsch und Schwarzlicht oder den Januskopf Nofretete mit Maquette – was alles gut funktioniert; am besten aber ist er im Film: mit Photobooth Splitscreen/Spiegeleffekt; er hält es einfach und weiss, wo er einen Punkt machen muss. Ich irre über den Hof, wie durch einen Schleier sehe ich bekannte Gesichter, seltsamerweise viele aus der Schweiz, wie ein drohendes Kindheitsmuster, und Amerikaner in Berlin. Zigarette? Ich ecke sanft an. Docke nicht an. Kann nicht. Telefon weg. Blah Blah Blah. Ich verliere mich zwischen Gespenstern. Ihr werdet schon hören.

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