Ken (Lightning over Water)

by ikreidler

Das Filmbild ist zweigeteilt. Ein Nuscheln, dann wieder dröhnend. Ich verstehe nicht. Die Antwort bleibt stumm. Aber die kann ich lesen. Houston, can you Read? Manhattan-Wilmersdorf. Ken’s Film. Ein Knacks, ein Riss, ein Durchgang. Setz Dich links, ich setz mich rechts. Plötzlich eine Empfindsamkeit entwickelt für kleine Gesten. Sitting here I don’t care for you. Sitting there you don’t care for me. Schneisse Reihse. Sorry for understanding. Nothing. Nicht Abgeschlossene Zukunft, sondern gar keine. Alles schon gewesen. Alles so schönes Gewese: Chemischer Weg: Liebe sei nur eine Hormonstörung, sagt er. Körpertäuschung links, Körpertäuschung rechts, Fallrückzieher, und weiter war es gegangen worden. Wird uns allen wehgetan haben. Das weissen wir. Mit Sicherheit. Berlin in Trümmern. Anno zero. Wem hilft der italienische Blick: offene Stadt? – aber davon weiss ich ja noch gar nichts!

Plötzlich Nick. Eine Mauss steht im Bild. Und es regnet. Und regnet. In Manhattan. Blick von oben auf die Kreuzung. Alle Autos fahren rückwärts, im Radio spielt Eric Saties Gymnopédie No. 1. Das Bild fährt auf, die Kamera zieht sich langsam über die Brücke zurück. Ein Schweifen – Leichte Trauer ertrinkt in einem Meer von Tränen. Lightning over water. Blick nach oben in die grauen Wolken, und lass den Regen dir durchs Gesicht spülen. Es ist kalt, kaum + 32 Grad Celsius. Ich zittere. Wäre man nicht so ein großer beleidigter Klumpen Fleisch, man könnte sich noch heute wie eine Schmeißfliege zertreten. Elf Jahre sind ein Tag. Brother, Sister  if we don’t make it to the promised land, nobody can.

Der Zauberer knipst das Licht aus. Wir werden es vielleicht in die Abgeschlossene Zukunft geschafft haben.

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