Werner (Concorde)

by ikreidler

Ich schicke Werner den zum Ende der Woche versprochenen Krauttext via Draht. Dank einer internen Weiterleitung hat er ihn über das berühmte transatlantische Glaskabel, Emden – Faial – Coney Island, nur wenige Stunden später in New York vorliegen. Fast so schnell wie früher mit dem Concorde-Kurier, denke ich. Werner hatte mir davon erzählt, dass er den stolzen Flieger früher regelmäßig genutzt hatte. Ich erinnere mich daran, wie man bis vor ein paar Jahren noch über dem Tageshimmel von London den ebenmäßigen weißen Gleiter erspähen konnte. Und an wild geklebte Plakate, die Wolfgang Tillmans Concorde-Portraits in der Chisenhale Gallery ankündigten. Werner telegrafiert zurück, »wunderbar. Stop. Dampfbad NY. Stop. Zurück in D in e-Tagen. Stop. W.« Seit dem Aus der Concordeflüge ist die beste Alternative zu Flughafenterror und Flugstress, weil die eigene Seele für die Reise Stunden oder Tage länger braucht (vulgo: Jetlag), sich auf der Queen Ann einzubuchen, wo man immer auch darauf hoffen kann, Aussenkabinennachbar des fluguntüchtigen David Bowie zu werden.

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