Munichmai

by ikreidler

Rote Sonne brennt. Erster Tag Etappe zwei. Ein kurzes Kopfnicken von Upstart. Und schon eilen wir herbei. Alex und ich wackeln im ICE von Berlin Hbf Tief nach München Zentral, während die Abteilung Rheinland den vollgepackten Ford durch die Feiertagsmassen schiebt. Ganz Bayern scheint den Emil-Berliner-Tag zu begehen.

Es ist Festivaltime in München. Wir geben brav unseren Beitrag für den Zündfunk auf der Säbener Straße ab, trinken einen Maß, essen einen Butterbrezen, dann ist Soundcheck. Also, theoretisch. Wir müssen Dekomüller eben noch durchwinken. Claudia zelebriert ihren Geburtstag, Margarita wird gekühlt, Würste werden angewärmt, Semmeln gehälftelt, Tomaten gewürfelt, ein sogenanntes linksradikales Blasorchester steht schrammelbereit. Und ab Morgen werden Melian und Meinecke Silberne Hochzeit feiern, auf ihrem Gehöft vor den Toren der Stadt. Mehr als Grund genug für Justus seinen Rückflug umzubuchen. Derweil reicht Upstart mir die von ihm kompilierte F.S.K. Box. Mein Arm ächzt. Eben beim Zündfunk hatte ich ihn mir beim Ausfalten der neuen Ausgabe des City of Pop Posters (Am Kreidler elegant neben der Soft Machine Avenue gelegen) tatsächlich das  Gelenk ausgekugelt, »das glaubt uns jetzt kein Hörer«, lachte Ralf ins Mikrofon, mich erinnert es an München Dezember 2000, unser Konzert in der Muffathalle mit Tuxedo Moon und DJ Hell, wo ich bandagiert und einhändig spielte mit schmerzhafter Ganglionentzündung, die ganze Tour und mehr, aber von München habe ich Fan-Fotos.

Die Betreuung auf allen Ebenen ist famos, unser Set steht, wie eine Eins rocken wir die Sonne, Wodka fliesst, als gäbe es kein Morgen, spätestens ins Hotel, so kurz die Nacht, Überführung nach Nürnberg.

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