Hamburgmai

by ikreidler

»Hamburg ist das Tor zur Welt, aber nur das Tor«
(Karl Lagerfeld)

»Nach der Arbeit ein schönes Lagerfeld/ Lagerfeld aus der Dose«
(HGich.T, Ketchup der Versicherungskaufmann)

Hamburg. Mittlerweile fühlt es sich beinahe schon wieder an wie einst, vor der Jahrtausendwende, vor allem in den späten Neunzigern, wo wir in stetigem Regelmaß in der Hansestadt einkehrten. Plattenfirmen, Verleger, Konzerte. Heinz Karmers Tanzcafé, Da Benito, Luzi, Pudel. The Names have been changed. Falling in love again, die gleiche, ja die selbe Liebe, nach einer längeren Pause, dieses seltsame widersprüchliche Empfinden, es wirkt neu und gleichzeitig so vertraut. Man bewegt sich vorsichtig. Dank Navigator erinnert man die gegangenen Wege sowieso nicht mehr. Um die Ecke.

Wieder im Hafenklang. Déjà vu. Neinnein, es ist wirklich so. Abgespeichert. Die beste Anlage dieser Tour. Punker-Stammtisch, Tischtennis, Rundlauftournier. Holsten, Wodka Partisan und Rhabarberschorle. Detlef freut sich auf die Künstlerwohnung: das Söldnerzimmer mit den besten Matratzen dieser Tour.

Das Hafenklang ist amtlich gefüllt. Tatsächlich der letzte Abend der Tank Kampagne. Wir sind sehr entspannt, auch wenn sich der Monitorsound seit dem Soundcheck gedreht hat. Wir wissen, nach Draussen klingt die beste Anlage. Wir spielen eine weitere Zugabe, Thomas eilt zum Bücherstand, das Bureau verabschiedet sich, so auch wir.

Pudel aber, das wollten Detlef und Alex danach noch genauer wissen (es herrschte aber eine unselige HipHop Seligkeit und eine halbe Stunde später fielen sie auf den besten Matratzen der Tour in tiefsten Schlaf).

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