Robert Lippok

by ikreidler

Von Lucy McKenzies und Beca Lipscombes grandioser Modeschau enteile ich für ein paar Minuten ins Bethanien: 40 Millionen Jahre Can – Tago Mago. Ist es tatsächlich schon so lange her? Es ist. Ich erspare den Titel der Ausstellung.

Die Köllsche Band in Neuköln, oder so. Jemand versucht mir zu erklären, dass Holger Czukay ja ein Berliner Kind sei. Kindl wär mir lieber. Aber von mir aus kann ja jeder und überall eine Ausstellung über wen und was auch immer machen. 

Soll ich sagen, dass es eine gruselige Ausstellung sei? Wie erwartet oder befürchtet? Es ist eine gruselige Ausstellung. Gitarren an jeder Ecke, verbogen, verbeult, am Umfallen, wir kennen das vom Hardrock Café, wir kennen das von der unseeligen »Verschwende Deine Jugend« Ausstellung in Düsseldorf, Geräuschkrempel an allen Enden, usseliges collagiertes Bildergemenge. Illustrative Banalitäten, Dekorationsware. Was soll das? Keine Ahnung, wer warum wen hier kuratiert hat. Mehr: so, und jeder darf jetzt mal. Also klar, eine Handvoll Einzelbilder, die dann funktionieren, Daniel Richter erstaunlicherweise, Eberhard Havekost sehr cool, die Eisenheim Tapes Platte in der Vitrine, aber ohne den Firlefanz drumherum, und die Lippokbrüder, wo mich die  Überschrift ja hinschickte. 

Vor Havekosts Stromkiste stolpere ich in Justus, Romantic Comedy Lp überreicht; da steht auch schon Robert. Ich habe nur bestes über sein neues Album gehört, das Album an sich aber nicht. Sage ich ihm auch so. »Das kann man leicht ändern«, erwidert er. Greift in die Tasche, drückt mir eine Cd in die Hand. Ich greife in meine Tasche und drücke ihm eine Romantic Comedy Cd in die Hand. 

Dann fängt auch schon atelierTheremin an zu spielen. Richtig gehört: atelierTheremin. Hallo? Geht es noch? Es geht überhaupt gar nicht. In Windeseile zurück ins MD 72. Und schliesslich muss ich auch noch bei Lucy und Beca den phantastischen Arbeitskittel in Auftrag geben. Für mein Tonlabor und für die Kreidler Bühne. Die kommende. 

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