Robert Lippok

by ikreidler

Robert Lippok Themenwochen. Robert Lippok ist ein großer Künstler, Punkt. Da habe ich keinen Diskussionsbedarf. Und seine Cd ist mir ein lieber Begleiter geworden. Sie ist ein seltsam zirkulierendes Etwas, Strange attractor, oder so. Ein großes Object A. 

Ich genieße sie, ich freue mich, sie bei mir zu tragen, sie in die Hand zu nehmen, sie anzusehen. Sie ist der Kohlesack aus Buñuels Cet obscur objet du desir, sie ist Hitchcocks McGuffin, sie zirkuliert zwischen Gegenständen, ruht auf Möbelstücken, wird von A nach B getragen, treibt Dinge an, in meiner Manteltasche in meiner Aktentasche in meiner Computertasche. Sie klingt auch gut, ihr Titel.

Denn, wie das mit Cds eben so ist, gehört habe ich sie immer noch nicht. Der Denon zuhause hat sich den skippenden Klang früher Oval-Alben angewöhnt; das Laufwerk in meinem Rechner liefert nur noch Bandsalat; der Hallo-ich-bin-gar-kein-Wandlicht!-Cdplayer von Muji taugt vielleicht gerade noch für Bryan Ferry Swing-Alben, und würde ich Redsuperstructure zum Ersthören in den DVD Player schieben und über die im Sharpmonitor integrierten Speaker abhören, käme ich mir dann doch wie ein Schuft vor.

Ich trage sie also in den Volvo, wo ein ordentliches Gerät anständig verstärkt arbeitet, und, wie Klaus Dinger schon immer zu sagen pflegte, schliesslich der einzige Ort, wo die Leute laut Musik hören können. Dann doch nicht. Ich dann doch nicht. Ich doch nicht. Ich nehme sie also mit zu Image Movement. Aber. Auch hier nicht.

Natürlich habe ich das Album längst für den Laden bestellt. Ich rippe die Cd lossless in den Hausrechner, ziehe die files auf meine Rikiki und werde sie heute Abend im Studio anhören. Angemessen. Heute Abend. Penthouse. Garantiert. Versprochen. And Pavement. Ich gebe mir die Hand darauf.

(Soll ich sagen, dass es eine ganz ganz wunderbare Cd sei? Wie erwartet??? Es ist eine ganz ganz wunderbare Cd!!!)
  

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