Munichmarch / Eltern Hefte Für Ihre Kinder

by ikreidler

»In popular arts the question of tradition is very interesting because most popular work is about 94 percent tradition and about 6 percent innovation.«
(Brian Eno, An interview with, From Brussels with Love, 1980)

Mnchn, wie der Sachse sagt, Minga, wie der M’n’chner sagt, Matthias drückt mir die AZ in die Hand, »letzte Ausgabe«, sagt er. Kommt mir bekannt vor, denke ich. Der schönste Grund, eine Zug- oder Flugreise anzutreten, war mir doch immer der Erwerb der de:bug, und man verlässt ja eigentlich jeden Monat mal die Stadt. Sie war mir all die Jahre eine treue Begleiterin geworden, was nun auch vorbei sein soll.

Seltsam, wenn man gerade für die frieze d/e geschrieben hat, ein Konvolut von Katalogstärke, wo mir nun-Senior-Editor Dan Fox schon vor einigen Jahren erzählte, vom Mutterblatt sprechend, dass sie die Seitenzahl stetig erhöhen müssten, weil sie so viele Anzeigen bekommen würden. The everwhere bubble and the art world.

Bei der de:bug würde es ja Sinn machen, dass das Online Magazin weitergeführt werden wird, wenn finanzierbar. Das Verschwinden der AZ allerdings, würde eine ganz andere Schneise in die Gesellschaft schlagen, dass nämlich der Axel-Springer-Rechtsrock den Boulevard auch in München komplett annektiert.

Der Raum war zu wenig für unser tolles Publikum, die Tür konnte nur streng wiederholen, »da geht nichts mehr«. Aber wir kommen ja wieder. Mit der de:bug auf dem iPad, und in der Hoffnung, dass Matthias dann sagt »Kreidler auf der Kulturseite« und mir die AZ in die Hand drückt.

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